Laktoseintoleranz
Milchzuckerunverträglichkeit ist der häufigste Grund, warum Familien über Laktose nachdenken. Dieser Eintrag erklärt die Formen, die Symptome und die Diagnose.
Laktoseintoleranz ist die Unfähigkeit, Milchzucker zu verdauen, mit Beschwerden wie Blähungen, Bauchschmerzen und Durchfall.
Erklärung
Bei einer Laktoseintoleranz kann der Dünndarm den Milchzucker nicht ausreichend aufspalten, weil das Enzym Laktase fehlt oder zu schwach arbeitet. Der unverdaute Milchzucker wandert in den Dickdarm, wo Bakterien ihn zersetzen. Dabei entstehen Gase, die Blähungen, Bauchschmerzen, Übelkeit und Durchfall auslösen. Die Fachwelt unterscheidet eine primäre, meist angeborene Form von einer sekundären, die nach einer Darmerkrankung auftritt. Gesichert wird der Verdacht häufig mit dem H2-Atemtest. Wie viele Menschen in Deutschland betroffen sind, beziffern zwei unabhängige Quellen unterschiedlich: Der Ärzteblatt-Übersichtsartikel nennt rund 15 bis 20 Prozent, der Patientenflyer der Limbach-Gruppe rund 15 Prozent. Beide Werte stehen nebeneinander, ohne dass wir sie mitteln möchten, denn Studienlage und betrachtete Gruppen unterscheiden sich.
Offizielle Orientierungshilfen stellt auch das Bundesministerium für Gesundheit auf gesund.bund.de bereit.
Alltagsbeispiel
Nach einem Glas Milch im Kaffee oder der Sahnesauce in der Kantine meldet sich der Bauch mit Druckgefühl und Blubbern. Wenn die Beschwerden immer nach Milchprodukten auftreten, ist ein Arztbesuch der beste Schritt. Der H2-Atemtest bringt dann oft Klarheit, wie stark Ihr Körper auf Milchzucker reagiert. Wenn solche Beschwerden erst im Alter beginnen, lesen Sie, welche anderen Ursachen bei Seniorinnen und Senioren geprüft werden.
Verwandte Begriffe
Geprüft am 24.08.2026 · Nächste Prüfung geplant: 02/2027 · Wissenschaftliche Referenzen finden Sie im zentralen Quellenverzeichnis.
