BGV-LAKTOSEStand: August 2026

H2-Atemtest

Der H2-Atemtest bringt Klarheit, wenn der Verdacht auf Laktoseintoleranz besteht. Er funktioniert ohne Blutabnahme und ohne große Vorbereitung.

Der H2-Atemtest misst den Wasserstoff in der Ausatemluft, um eine Laktoseintoleranz nachzuweisen.

Erklärung

Beim H2-Atemtest trinken Sie eine Lösung mit einem definierten Anteil Milchzucker und atmen anschließend mehrfach in ein Gerät. Das Gerät misst die Konzentration von Wasserstoff in der Ausatemluft. Gesunde Menschen bilden kaum Wasserstoff, denn ihr Darm spaltet die Laktose vollständig auf. Bei Laktoseintoleranz gelangt unverarbeiteter Milchzucker in den Dickdarm, wo Bakterien ihn vergären. Dabei entsteht Wasserstoff, der über die Lunge abgegeben wird. In deutschen Praxen werden Erwachsenen oft 50 Gramm Laktose in Wasser angerührt, die Dosis variiert aber je nach Klinik. Als auffällig gilt laut Fachliteratur ein Anstieg um mehr als 20 ppm, wobei manche Kliniken erst ab 25 ppm von einem positiven Ergebnis sprechen. Die Vorbereitung zählt: Sie sollten nüchtern kommen und nicht rauchen.

Alltagsbeispiel

Eine Mutter berichtet der Ärztin von Bauchschmerzen nach Milch. Die Ärztin ordnet einen H2-Atemtest an. Am Termin kommt die Mutter nüchtern, trinkt die Zuckerlösung und atmet über zwei Stunden mehrfach in das Gerät. Der deutliche Anstieg der Wasserstoffwerte bestätigt die Laktoseintoleranz.

Verwandte Begriffe

Quellen und Stand