Kuhmilchallergie
Kuhmilchallergie wird oft mit Laktoseintoleranz verwechselt. Dabei liegen ihr völlig andere Ursachen zugrunde.
Kuhmilchallergie ist eine Immunreaktion auf Eiweiß der Kuhmilch, die sich meist an Haut und Atemwegen zeigt.
Erklärung
Bei einer Kuhmilchallergie reagiert das Immunsystem auf Bestandteile des Milcheiweißes, vor allem auf Casein und das Molkenprotein Beta-Lactoglobulin. Anders als die Laktoseintoleranz ist sie keine Verdauungsstörung, sondern eine echte Abwehrreaktion. Die Beschwerden treten oft rasch auf und betreffen Haut, Atemwege oder den ganzen Körper, etwa mit Ausschlag, Juckreiz oder Atemnot. Auch der Darm kann beteiligt sein, etwa mit Koliken oder Durchfall. Wie häufig sie ist, schwankt je nach Quelle: Ältere Angaben nannten für Säuglinge und Kleinkinder 0,5 bis 7 Prozent, neuere Studien kommen auf rund 2 bis 3 Prozent. Die Trennung von der Laktoseintoleranz ist wichtig, weil die Behandlung völlig anders verläuft.
Alltagsbeispiel
Ein Baby bekommt nach der ersten Flasche Säuglingsmilch rasch einen Ausschlag und quengelt. Die Eltern denken an Milchzucker, doch ein Allergietest bringt die Ursache ans Licht: Kuhmilcheiweiß. Während die Laktoseintoleranz den Bauch betrifft, meldet sich die Allergie oft zuerst an der Haut.
Verwandte Begriffe
Quellen und Stand
- Rosenfluh Medizin: „Die Kuhmilchallergie bei Säuglingen, Kindern und Erwachsenen“ (Ernährungsmedizin, Stand: 2019)
- MDI Limbach-Berlin (Limbach Gruppe): „Laktoseintoleranz“ (Patientenflyer)
Geprüft am 24.08.2026 · Nächste Prüfung geplant: 02/2027
