Laktase
Laktase ist das Werkzeug, mit dem Ihr Darm Milchzucker verarbeitet. Fehlt dieses Enzym, entstehen die typischen Beschwerden einer Laktoseintoleranz.
Laktase ist das Enzym im Dünndarm, das den Milchzucker in Glucose und Galactose spaltet.
Erklärung
Laktase, auch Beta-Galactosidase genannt, sitzt im Bürstensaum der Dünndarmschleimhaut. Unter den Mikrovilli dieser Zellschicht wird sie gebildet und tritt dort in Kontakt mit der Nahrung. Ihre Aufgabe ist die Spaltung des Milchzuckers Laktose in die beiden Einfachzucker Glucose und Galactose. Nur so kann der Körper die Bausteine aufnehmen. Die Aktivität dieses Enzyms ist genetisch bestimmt und nimmt im Laufe des Lebens ab. Bei vielen Menschen sinkt sie bereits nach dem zweiten bis fünften Lebensjahr unter einen kritischen Wert. In seltenen Fällen fehlt die Laktase von Geburt an. Dann spricht die Fachwelt von einer angeborenen Form, die meist auf einem genetischen Defekt beruht.
Alltagsbeispiel
Ein Kind trinkt am Nachmittag ein Glas Milch und bekommt eine Stunde später Bauchschmerzen. Bei einem Erwachsenen in der Familie passiert das erst, seit er über dreißig ist. Beide Male ist meist dieselbe Ursache im Spiel: ein Mangel an Laktase, der mit dem Alter zunimmt.
Verwandte Begriffe
Quellen und Stand
- Deutsches Ärzteblatt: „Laktoseintoleranz“ (Stand: 15.11.2013)
- MDI Limbach-Berlin (Limbach Gruppe): „Laktoseintoleranz“ (Patientenflyer)
Geprüft am 24.08.2026 · Nächste Prüfung geplant: 02/2027
