Milcheiweiß
Milcheiweiß ist nicht dasselbe wie Milchzucker. Dieser Eintrag zeigt, wo das Eiweiß steckt und warum laktosefrei nicht milchfrei heißt.
Milcheiweiß ist das Eiweiß der Milch, bestehend aus Casein und Molkenprotein, und ein häufiger Auslöser der Kuhmilchallergie.
Erklärung
Milcheiweiß ist der Eiweißanteil der Milch. Er setzt sich im Wesentlichen aus den Caseinen und dem Molkenprotein zusammen, wobei die Caseine den Großteil ausmachen. Für Menschen mit Kuhmilchallergie ist dieses Eiweiß der eigentliche Auslöser. Wichtig ist die Abgrenzung zur Laktose: Ein Produkt kann laktosefrei, also fast milchzuckerfrei, und trotzdem nicht milchfrei sein, denn es kann Milcheiweiß enthalten. Milcheiweiß versteckt sich oft dort, wo man es nicht vermutet, etwa in Wurstwaren, Backwaren, Fertiggerichten und manchen Süßwaren. Eine besondere Klarheit gilt für Zusatzstoffe: In der Europäischen Union dürfen E-Nummern selbst kein Milcheiweiß enthalten. Steckt Milcheiweiß drin, muss es ausdrücklich als Milchpulver, Casein oder Molke gekennzeichnet werden. Der Blick auf das Zutatenverzeichnis ist darum entscheidend.
Alltagsbeispiel
Eine Familie mit einem milcheiweiß-allergischen Kind steht im Supermarkt vor einer Wurst, auf der „laktosefrei“ steht. Die Wurst ist damit milchzuckerarm, kann aber noch Milcheiweiß enthalten. Erst die Zutatenliste zeigt, ob Milchpulver oder Molke darin steckt. Die Angabe auf der Vorderseite allein reicht nicht aus.
Verwandte Begriffe
Quellen und Stand
- Rosenfluh Medizin: „Die Kuhmilchallergie bei Säuglingen, Kindern und Erwachsenen“ (Ernährungsmedizin, Stand: 2019)
- Food-Info.net: „Which additives contain milk products?“ (Stichting Food-Info)
Geprüft am 24.08.2026 · Nächste Prüfung geplant: 02/2027
