BGV-LAKTOSEStand: August 2026

Laktase-Präparat

Laktase-Präparate helfen vielen Menschen, Milchzucker wieder besser zu vertragen. Sie sind aber kein Mittel gegen jede Milchproblematik.

Laktase-Präparate liefern das fehlende Enzym künstlich, damit Milchzucker besser verdaut wird, wirken aber nicht gegen Milcheiweiß-Allergien.

Erklärung

Laktase-Präparate enthalten das Enzym Laktase, das der Körper bei einer Laktoseintoleranz nicht mehr ausreichend bereitstellt. Sie werden als Kapseln, Tabletten oder Tropfen angeboten und kurz vor einer Mahlzeit mit Milchzucker eingenommen. So wird ein Teil des Milchzuckers bereits im Magen gespalten, bevor er den Darm erreicht. Die Stärke wird in Einheiten wie FCC oder ALU angegeben. In vielen Präparaten stehen Größenordnungen von rund 7000 bis rund 18000 FCC, andere nutzen ALU. Wichtig ist die Grenze: Laktase-Präparate helfen nur bei der Verdauung des Milchzuckers. Bei einer Kuhmilchallergie oder einer Milcheiweiß-Allergie können sie nichts ausrichten, denn dort ist das Eiweiß der Auslöser. Eine ärztliche Rückfrage ist besonders bei Kindern sinnvoll.

Alltagsbeispiel

Am Wochenende steht ein Käseauflauf auf dem Tisch, und die Gastgeberin leidet unter Laktoseintoleranz. Eine halbe Stunde vor dem Essen nimmt sie eine Laktase-Kapsel ein. Das Dessert mit Sahne verträgt sie diesmal, weil das Enzym den Milchzucker vorverdaut. Bei einer Milcheiweiß-Allergie wäre dieselbe Kapsel wirkungslos.

Verwandte Begriffe

Quellen und Stand